Mittwoch, 30. Dezember 2009

Best Of 2009

Weil die anderen das machen, kann ich nicht an mich halten und muss ich es eben auch machen. Und zwar: Musikjahrescharts! Ein Jahr endet und alle Welt bekommt das Gefühl unsinnige Listen aufzustellen, ob Blogs, Musikzeitungen, Print oder Fernsehen.
Die Möglichkeiten sind dieses Jahr immens: Albumjahrescharts, Liedjahrescharts, Clipjahrescharts oder gar die besten Bands und Alben des Jahrzehnts! Da ich neu mit der ganzen Sache bin, fang ich mal klein und bescheiden an und liste meine persönlichen Top-Platten des Jahres auf. 

Da fangen die Schwierigkeiten schon an. Ein Album viel gehört zu haben, heißt nicht, dass es überragend gut war, vielleicht hat es nur in die meisten Situationen gepasst. Auf einen vorderen Platz bei mir zu landen, heißt nicht, dass dieses qualitativ überragend ist; meist drehen sich nur ein paar Lieder besser ins Ohr als andere oder man hat gerade bei diesem einen Album genauer hingehört oder verbindet es mit bestimmten Situationen und deshalb hat es einen anderen Platz im Herzen. Der subjektive Eindruck ist es vielmals, die absonderliche Kraft, die einen aufhorchen und eine CD auf Repeat laufen lässt. Wenn man ein Lied immer wieder im Ohr hat, ist es zwar nicht unbedingt ein Gütemerkmal, aber sobald man den Drang hat schnell nach Haus zu kommen um erneut die Playtaste zu drücken, scheint doch ein bisschen mehr in diesen paar Tönen zu sein. Und wenn das Ganze dann über mehrere Wochen, Monate geschieht, steigt die Wahrscheinlichkeit auf einen vorderen Platz zu kommen. Wie anders könnte man sonst Musik bewerten. Technik? Bei mir ist es wohl meist die Kombination aus Lyrics, Musik an sich und der undefinierbare Gesamteindruck (Konzeptalbum? Ich steh auf Spannungsbögen und liedübergreifenden Thematiken). Wenn man dann nach Jahren immer noch gern zu dieser Platte greift, dann ist ein persönlicher Klassiker entstanden. Im Hintergrund läuft übrigens gerade mal wieder At the Drive-In's Relationship of Command.. ;-)

Dabei gibt es immer wieder Platten, die man im Nachhinein verklärt. Sie mit einer bestimmten Situation verbindet und in Erinnerung hat, eine gewisse Zeitlang an dieser Platte gehangen zu haben; gespielt wird sie aktuell aber weniger. Wahrscheinlich gibt es immer wieder zuviel neue Musik und nur weniges bleibt dabei länger im Player. Das ist das Hauptproblem: zuviel Musik, zu schnelles Verwerfen und dabei übersieht man kleine und große Schmuckstücke.


Da gibt es die Kritikerlieblinge, die einen selbst jedoch nicht so sehr ans Herz gewachsen sind. Man erkennt Qualität, hat aber nicht die persönliche Bindung dazu und lässt einen bis zu einen gewissen Grade kalt, wie: Edward Sharpe & The Magnetic Zeroes – From Below oder die Hypes Gossip – Music For Men / Phoenix – Wolfgang Amadeus Mozart, ebenso Julian Plenti – Julian Plenti is... Skyscraper / Patrick Wolf – The Bachelor / Andrew Bird – Noble Beast und Kings of Convenience – Declaration of Dependence, die ich einfach nur für enttäuschend und langweilig befinde. Da ist eine große Ambivalenz zwischen persönlicher Bestenliste und allgemeiner.
2009 gab es zudem zuviel „nette“ Mädchen Aufmerksamkeit, wie die neue von Norah Jones oder Emmy the Great – First Love / Little Boots - / Jesca Hoop – Hunting My Dress / Annie – Don't Stop
Dann die zu netten Singer/Songwriter, die ihr Potential nicht ausschöpften – schade: Jay Farrar & Benjamin Gibbard - One Fast Move Or I'm Gone: Kerouac's Big Sur / Jim Ward – In the Valley, On the Shores / Molina & Johnson – dto.

Musiker und Bands, die einen nicht mehr interessieren, die zumindest keine Regung mehr auslösen, wenn man von einem neuen Output hört: John Frusciante – The Empyrean, The Mars Volta - / Conor Oberst – Outer South. Vielversprechendes, das nur mit wenigen Tracks überzeugte, wie Monsters of Folk – dto., die mehr als enttäuschten.
Oder auch Bands, die nicht in ihrer Vollständigkeit als Album, sondern nur einzelne Tracks gefielen: Mumford & Sons, The Do

Überraschend gefallen haben hingegen Kindermusik bzw. Musik mit Kinderchor, wie Dead Man's Bones oder Karen O & the Kids, ebenso fanden The Drums und The Flaming Lips Eingang in meinen Player.
Neue entdeckt und deswegen erwähnt soll eine gesamte Musikrichtung (?), der ich zunehmend lauschen. Bezeichnen kann ich sie, wie so vieles bei Musik, nicht, aber es dreht sich um folgende und ähnlichen Bands: Neon Indian - / Washed Out – High Times / Nurses – Apple Acres / Memory Tapes – Seek Magic / Headlights – Wildlife ...
Wiederholt fand ich mich am Ende einer Nacht tanzend zu eletronischer Musik (fast) jeglicher Art.
Beobachten konnte man 2009 das Phänomen des weiblich-männlichen Gesangs: She & Him, Lady and Bird, The XX, evtl. Dead Weather


Top 2009

30. My Summer As A Salvation Soldier – Activism (2009??)
29. Wildbirds & Peacedrums – Heartcore
live besser als auf Platte, dank der unvergleichbaren Energie, die man nie auf Platte bannen kann
28. Sea Wolf – White Water, White Bloom
27. Bon Iver – For Emma, Forever Ago
2007 erschienen, aber 2009 immer noch geliebt
26. The Flaming Lips – Embryonic
wenn ich sie bislang intensiver gehört hätte, würde sie wahrscheinlich noch höher im Ranking erscheinen. Zukünftiger Klassiker!
25. überraschend Jamie T. - Kings & Queens
24. Karen O and the Kids – Where the Wild Things Are
23. Dead Weather - Horehound
22. School Of Seven Bells – Alpinism
21. Wild Beasts – Two Dancers
20. Gisbert zu Knyphausen – dto.
2008er Datum, aber lange Zeit und ganzen Abschnitt des Jahres begleitet
19. Grizzly Bear – Veckatimest
18. Lady and Bird – La Ballade of Lady and Bird
17. Why? - Eskimo Snow
leider zuwenig gehört
16. Sin Fang Bous - Clangour
15. LA Roux – dto.
14. The Mary Onettes - Islands
13. I Might Be Wrong – Circle the Yes
12. Yeasayer – Odd Blood
erst 2010 erscheinend, prägt sie schon jetzt das Ranking - starke Tendenz nach oben!
11. Port O'Brien – Threadbare
hat sich langsam ins Ohr gefressen - eine besondere Leistung, wenn Folk an sich nicht länger hoch im persönlichen Kurs ist
10. Tigercity – Ancient Lover
09. The XX – dto.
der Hype hat Berechtigung
08. The Antlers – Hospice
bitterer Beigeschmack hinterlässt die leicht eintönige Instrumentierung und das künstliche, aufgesetzte Konzept drumherum
07. Florence & The Machine - Lungs
06. BLK JKS – After Robots
05. Dead Man's Bones – dto.
04. Miike Snow – dto.
03. Soap&Skin – Lovetune For Vacuum
02. Dear Reader – Replay Why With Funny
01. Bat For Lashes – Two Suns / Fever Ray – dto.
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All-time-favourite, die wieder zum Einsatz gekommen sind:
Arcade Fire – Funeral
The Album Leaf -
Foals – Antidotes
Klaxons – Myths of the Near Future
The Knife – Silent Shout
The Gaslight Anthem – Sink or Swim

leider nicht in die Wertung gekommen, da zu wenig gehört:
Camera Obscura – My Maudlin Career
Cursive – Mama, I'm Swollen
Caribou - Andorra
Passion Pit – Manners
Handsome Furs – Plague Park
Matt and Kim - Grand
Jónsi & Alex – Riceboy Sleeps
Memeory Tapes – Seek Magic
Metric - Fantasies
N.A.S.A. - The Spirit of Apollo
Patrick Wolf – The Bachelor
Rain Machine – dto.
The Mountain Goats – The Life Of The World To Come
The Decemberists – The Hazards of Love
Zoot Woman – Things Are What They Used to Be
Julian Casablanca – Phrazes For The Young

an mir vorbeigegangen:
Devendra Banhart – What Will We Be
Regina Spektor – Far
William Fitzsimmons The Sparrow and the Crow(vielleicht auch zu ruhig für meinen Geschmack – oder einfach belanglos!)
The Pains Of Being Pure At Heart (langweilig)

noch nicht ausreichend gehört
Charlotte Gainsbourgh – IRM
CocoRosie – Coconuts, Plenty Of Junk Food
Martha Wainwright – Sans Fusils, Ni Souliers, A Paris: Martha Wainwright's Piaf Record
Ólafur Arnalds – Dyad 1909
Tegan & Sara – Sainthood
The Watson Twins – Talking To You, Talking To Me

erwartet
Delphic – Acolyte (hoher persönlicher Charteinstieg für 2010 schon jetzt vohersehbar)
Final Fantasy – Heartland
First Aid Kit – The Big Black And The Blue (Platz 1 2010?)
Los Campesinos! - Romance Is Boring (bislang noch nicht eingeschlagen)

Und wird es Neues von den Shout Out Louds, Interpol und The National geben? Bei ersteren ist es absehbar, bei letzteren finden sich lediglich dunkle Andeutungen, Fetzen von Gerüchten im Hinterkopf

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Hiermit verabschiede ich mich bis zum nächsten Jahr an gleicher Stelle

Dexter - The Getaway: glorious season finale




Und schon wieder geht die Staffel einer Serie zu Ende. Grey's Anatomy befindet sich bis Anfang Januar in einer Pause und die vierte Staffe von Dexter, die von jeher recht (zu) kurz gehalten sind, ging Sonntag Abend mit der 14. Episode "The Getaway" zu Ende. Jede Staffel wurde bisher auf höchstem Niveau in ausgereiftem Spannungsbogen erzählt. Mit 14 Folgen für mich wie immer zu kurz, aber gerade deswegen behält die Serie ihre Frische und muss nicht mit gleichem Inhalt zuviele Folgen füllen, unter der die Qualität zu leiden hätte.
Wie gesagt, kam diese Staffel für mich zu rasch, fast unerwarteterweise, zum Abschluss, dem wohl meine Vielbeschäftigkeit zu Grunde liegt und ich so (glücklicherweise) nicht die ganze Woche auf der Lauer nach der nächsten Folge liege.
Lange hat mich eine Folge oder das Finale einer Serie nicht so bewegt wie dieses. Gestern Abend nach einem langen Tag und Monat zum Abschluss des Tages gesehen, war ich doch viel zu aufgewühlt, als dass ich es nur als "gesehen" abhaken konnte.
Wenn mich das Ende auch immer noch erschüttert, so ergibt es doch Sinn für den Gesamtplot. Eine neuer Spannungsbogen musste angeschoben werden, so wie zuvor schon mit der Heirat und der Herausforderung eines Familienlebens mit all den Konsequenzen für einen Killer, die Freundschaft zu Miguel Prado und letztendlich die Identifikation mit Arthur Mitchell, dem "trinity killer" und dem damit verbundenen Infragestellen der eigenen Person und Identität.
Nur befriedigt das mein Happy-people-Herz nicht. Das Geschehene wird Dexter aus der Bahn werfen. Der ausgleichende Gegenpart, das unerwartete Glück im Privaten, die Liebe die er nie glaubte empfinden zu können, ist damit verloren. Menschliches Fiasko, aber durchdachter Plot.
Wird er nun alleinerziehender Vater oder setzt die Story erst später wieder ein? Zieht er Harrison zum Ebenbild heran? Wird seine Geheimnis aufgedeckt (Debra kommt ihm gefährlich nah)?
Meiner Meinung nach wird es die letzte Staffel sein und zum runden Abschluss kommen. Can't await it!

Claude Maus

Wie andere auch bin ich sehr angetan von der S/S-Kollektion:

Dienstag, 22. Dezember 2009

Fuuck!!

Da überlegt man nur mal theoretisch, ob man einen Freund im Jahre 2011 in the U.S. of A. besuchen sollte, weil wäre schön und so, da kommt man über den Gedankengang, dass man dafür Geld bräuchte, dass man dann sicher hätte, weil in einem halben Jahr beginnt das Berufsleben (hrrhrr), letztendlich zum Gedanken, dass man zwar dann höchstwahrscheinlich Geld dafür hätte, aber obendrauf wohl nicht genügend Zeit!! Denn als arbeitender, vollwertiger Bürger hat man nur 30 Tage (oder so) Urlaub im Jahr!! Die muss man planen, irgendwie, und verteilen! Spontanität ade. Dann ist man gefangen im Monday-till-Friday-24/7-Leben. Ein Grauen. Wie wäre es mit Freiberufler? Ich? Selbst ein 50%-Job bietet gewisse Restriktion..

Freie Zeiteinteilung sollte ein Grundrecht sein.


[kindisches Studentenlebenhurra beenden. Aber ein besseres Leben gibt es nicht. Game over.]

Montag, 21. Dezember 2009

no real content, but music. again






debut LP by First Aid Kit: The Big Black and the Blue

Samstag, 19. Dezember 2009

christmas?


Dalla                                                                    Reflect


Hire                                                                  Step

all via won hundred

Dienstag, 15. Dezember 2009

Wendy and Lucy



for weeks in waiting list to see.. hm, maybe tonight?
eventually probably the quiet days after christmas, when I'll be at home, disconnected from the internet writing papers..

Samstag, 12. Dezember 2009

Odd Blood


Dienstag, 1. Dezember 2009

can't wait for tomorrow